Inklusion zu anstrengend? Video-Clip mit Erfahrungen

31.5.2015 Lehrer-Umfragen zum Thema Inklusion machten vergangene Woche Schlagzeilen. Demnach fühlt sich nach Angaben von Forsa (im Auftrag des Lehrerverbandes VBE) die Mehrheit der Lehrer von Schülern mit Behinderung überfordert. Allerdings hatten z.B. in der NRW-Stichprobe weniger als die Hälfte der Befragten überhaupt Erfahrung mit schulischer Inklusion. Vor allem aber zeigte die Umfrage: Die meisten Lehrer haben einfach keine Lust Schüler mit Behinderung in ihre Klassen aufzunehmen.

Aber was ist dran an der Lehrer-Meinung, Inklusion sei viel zu anstrengend?

Der Elternverein mittendrin e.V. hat im Rahmen der Kampagne "Inklusion. Schaffen Wir!" Lehrer, Schüler und Eltern zur Inklusion befragt, die wirklich eigene Erfahrung mit dem Gemeinsamen Lernen haben. Weiterlesen »

Deutschland soll endlich Förderschulen abbauen

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Der UN-Fachausschuss in Genf äußert seine Besorgnis, dass in Deutschland auch sechs Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention immer noch die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung Sonderschulen besuchen.

Zum Wochenende hat der Fachausschuss mit seinen "abschließenden Bemerkungen" das Ergebnis der Staatsprüfung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland veröffentlicht. Zur Staatenprüfung war eine Delegation der Bundesregierung am 26. und 27. März nach Genf gereist.

Der UN-Fachausschuss empfiehlt Deutschland nun dringend

  • sofort Maßnahmen zu ergreifen, um ein inklusives Bildungssystem in allen Bundesländern zu durchzusetzen
  • die Förderschulen abzubauen, um Inklusion zu ermöglichen, und unmittelbar allen SchülerInnen mit Behinderung den Weg in die allgemeine Schule zu ermöglichen,
  • die Schulen entsprechend auszustatten
  • und die Lehrerausbildung zu reformieren.

Link zu den Empfehlungen des UN-Fachausschusses: http://bit.ly/1ISLYrS Weiterlesen »

„Besser nicht unterschreiben – Einschätzung zur Online-Petition der Elternpflegschaft der GU-Schulen in Köln“ von Bernd Kochanek

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Hallo Inklusionsfreundinnen und -freunde!

Ich teile Eure Einschätzung nicht, dass diese Bürgerpetition den Druck auf das Ministerium erhöht. Es liegen noch nicht einmal belastbare Zahlen vor, mit denen wir die Verteilung des Stellenbudgets oder die Auswirkungen des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes auf die Lehrerversorgung beurteilen könnten.

Ich denke, dass diese Petition Ausdruck der berechtigten Angst von Eltern ist, dass Ihre Kinder nicht (mehr) adäquat versorgt werden (was nicht ausschließlich an der inklusionsorientierten Gesetzesänderung liegt). Doch eine hochwertige inklusive Bildung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention wird m.E. nicht sicher gestellt durch eine einseitige Fokussierung der Ressourcendebatte auf Sonderpädagogenstunden an Regelschulen.

Inklusion ist eine Pflichtaufgabe für jede allgemeine Schule und alle in ihr tätigen Menschen - einschließlich der Kinder und ihrer Eltern. Deshalb müssen die Ressourcen mittelfristig flächendeckend verteilt werden - und zwar im Einklang mit der Versorgung der beeinträchtigten Kinder in ihren Sozialräumen.

Die Frage, die sich mir mit Blick auf die Kölner Verhältnisse stellt, ist, ob es auf kommunaler Ebene gelingen könnte, eine politisch legitimierte Steuerungsinstanz für den Aufbau eines inklusiven Schulsystem zu schaffen, die alle Beteiligten mit auf einen gemeinsamen Weg zu inklusiven Verhältnissen nimmt. Vielleicht kommen wir damit heraus aus der Situation nur das Bestehende und oft Unzureichende zu verteidigen und bewahren zu wollen.

Landesweit gesehen unterstützt diese Petition m.E. Weiterlesen »

Einspruch gegen Falschmeldungen über Inklusion

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„Inklusive Missverständnisse“? Eine Replik von Hans Wocken

Vielen Eltern wird im laufenden Monat der Schulanmeldung durch selbsternannte Fachleute für schulische Inklusion wieder einmal klargemacht, dass die Unterrichtung ihrer Kinder in einer Förderschule die bessere Alternative ist, für die sie sich nur bewusst entscheiden müssten. Den ideologischen Background liefert dazu aktuell Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik, der uns über "inklusive Missverständnisse" aufklären will. Weiterlesen »

Inklusion: Endlich offizieller Start

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Elternvereine begrüßen Start für inklusive Bildung
Wahrnung vor Anstieg der Förderschule-Zahlen

Für Kinder und Jugendliche mit Behinderung beginnt am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen eine neue Zeit. Trotz aller Hintertüren, die das neue Schulgesetz lässt, gilt doch grundsätzlich: Niemand darf mehr gegen seinen Willen aus der allgemeinen Schule ausgeschlossen und in eine Förderschule gezwungen werden.

"Was über Jahrzehnte immer nur vom guten Willen der Schulaufsichten, Direktoren oder Lehrer abhing, wird nun zumindest für die 1. und 5. Klasse ein einklagbares Recht für alle Eltern behinderter Kinder. An Stelle selbstverständlicher Stigmatisierung und Ausgrenzung rückt jetzt die inklusive Beschulung in den Bereich des Normalen!", freut sich die Sprecherin von Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Bonn e.V., Ingrid Gerber. Mehr als dreißig Jahre lang haben Elternvereine in Nordrhein-Westfalen für dieses Recht gekämpft. Und seit mehr als fünf Jahren war eine gesetzliche Regelung nach den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention überfällig. Weiterlesen »

BRIEFAKTION an die Landesregierung in Baden-Württemberg

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Henri, ein Junge mit Down-Syndrom aus Baden-Württemberg ist mittlerweile zu dem "Fall Henri" geworden. Eine zweite Schule in Walldorf lehnt jetzt die Aufnahme des Jungen ab und der Kultusminister Baden-Württembergs, Andreas Stoch, SPD, akzeptiert dies sogar. Eine Protestwelle vieler Elternverbände war die notwendige Reaktion.

Um sich diesem Appell anzuschließen können Sie gerne der Aufforderung nachkommen und uns unterstützen, indem Sie eine email, ein Fax oder einen Brief an die Landesregierung in Baden-Württemberg senden.

Informationen und Forderungen entnehmen Sie dem angehängtem PDF-Dokument. Weiterlesen »

Inklusion: Stadt Köln will zügig weiter ausbauen

mittendrin e.V. PRESSEMITTEILUNG

TROTZ KOSTENSTREIT: DER RECHTSANSPRUCH AUF INKLUSION GILT

STADT KÖLN STEHT TROTZ DES KOSTENSTREITS ZUR UMSETZUNG DES NEUEN SCHULGESETZES

21.2.2014 Angesichts der weiter anhaltenden Kostenstreits um die inklusive Bildung stellen die Elternvereine in Nordrhein-Westfalen klar: Der Rechtsanspruch auf inklusive Bildung gilt!

Auch wenn die Kommunen wie angekündigt das Land auf Erstattung der Kosten für die Inklusion verklagen, müssen sie im Sommer alles Kindern mit Behinderung für die 1. und die 5. Jahrgangsstufe inklusive Schulen einrichten. Eine Klage hätte kein aufschiebende Wirkung. Kommunen, die sich weigern, genug Plätze für das Gemeinsame Lernen anzubieten, handeln offen rechtswidrig.

"Wir rufen alle Eltern auf, deren Kindern das Gemeinsame Lernen verweigert wird, sich beim Verband Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen oder beim mittendrin e.V. zu melden und Unterstützung für die Durchsetzung ihrer Rechte zu holen", sagt die Vorsitzende des mittendrin e.V., Eva-Maria Thoms.

Die Mitglieder des mittendrin e.V. freuen sich, dass ihre Heimatstadt Köln ohne Wenn und Aber zum zügigen weiteren Ausbau des Gemeinsamen Lernens steht. Obwohl die Stadt Köln sich in Sachen Konnexität eine Klage beim Landesverfassdungsgericht vorbehält, sollen keine Verzögerungen entstehen. Dies erklärte die Schuldezernentin Dr. Weiterlesen »

Inklusion: Rechtsanspruch gilt!

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mittendrin e.V. PRESSEMITTEILUNG

TROTZ KOSTENSTREIT: DER RECHTSANSPRUCH AUF INKLUSION GILT KOMMUNEN MÜSSEN INKLUSIVE SCHULEN ANBIETEN

13.2.2014 Angesichts der neuerlichen Zuspitzung des Kostenstreits um die inklusive Bildung stellen die Elternvereine in Nordrhein-Westfalen klar: Der Rechtsanspruch auf inklusive Bildung gilt!

Auch wenn die Kommunen wie angekündigt das Land auf Erstattung der Kosten für die Inklusion verklagen, müssen sie im Sommer alles Kindern mit Behinderung für die 1. und die 5. Jahrgangsstufe inklusive Schulen einrichten. Eine Klage hätte kein aufschiebende Wirkung. Kommunen, die sich weigern, genug Plätze für das Gemeinsame Lernen anzubieten, handeln offen rechtswidrig.

"Wir rufen alle Eltern auf, deren Kindern das Gemeinsame Lernen verweigert wird, sich beim Verband Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen oder beim mittendrin e.V. zu melden und Unterstützung für die Durchsetzung ihrer Rechte zu holen", sagt die Vorsitzende des mittendrin e.V., Eva-Maria Thoms.

Der seit nunmehr eineinhalb Jahren erbittert geführte Kostenstreit hat Ängste geschürt und die inklusive Bildung zu einer schier nicht zu bewältigenden Aufgabe stilisiert. In diesem Klima der Verweigerung haben viele Kommunen auch nach drei Jahren politischer Diskussion im Landtag keinerlei Vorbereitungen getroffen, inklusive Bildung aufzubauen. Einige diskutieren offen, den Betroffenen ihr Recht zu verweigern. Weiterlesen »

Inklusion: Seriöse Schätzung der Startkosten

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mittendrin e.V. Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Bonn e.V.

PRESSEMITTEILUNG

ELTERN FORDERN ENDE DES KOSTENSTREITS STARTKOSTEN FÜR INKLUSION MÜSSEN VERTEILT WERDEN

11.2.2014 Nach der Veröffentlichung des Kostengutachtens von Prof. Klaus Klemm fordern die Elternvereine für inklusive Bildung Land und Kommunen auf, sich im Kostenstreit um die Inklusion zu einigen. "Es ist wirklich lobenswert, dass Land und Kommunen Professor Klemm gemeinsam beauftragt haben, belastbare Zahlen über mögliche Kostensteigerungen vorzulegen", sagt Ingrid Gerber, Sprecherin von Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Bonn e.V., "und wenn man sich jetzt über die Höhe der Kosten nicht mehr streiten muss, erwarten wir, dass man aich auch über deren Verteilung einigen kann".

Der Bildungsökonom Prof. Klaus Klemm hat die in den Kommunen anfallenden Startkosten für den Aufbau des inklusiven Bildungssystems auf 113,5 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren kalkuliert, mithin 37,8 Millionen Euro pro Jahr. Erst in den folgenden Jahren werden die Kommunen durch die Schließung nicht mehr benötigter Förderschulen finanzielle Spielräume gewinnen, um sukzessive weitere Schulen für die Inklusion fit zu machen. "Aus diversen kommunalen Haushalten wissen wir, dass für jede Förderschule, die nicht mehr gebraucht wird, jährlich mindestens 200.000 Euro frei werden", sagt Eva-Maria Thoms, Vorsitzende des mittendrin e.V..

Für höhere mögliche Kostensteigerungen, wie sie die Kommunalen Spitzenverbände im vergangenen Jahr vorgelegt hatten, fand Prof. Klemm keine Belege. Weiterlesen »

Inklusion: endlich realistische Kostenschätzungen

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mittendrin e.V. PRESSEMITTEILUNG

ELTERN HOFFEN AUF EINIGUNG IM KONNEXITÄTSSTREIT NEUES GUTACHTEN LÄSST DIE LUFT AUS ÜBERTRIEBENEN KOSTENSCHÄTZUNGEN FÜR INKLUSION

6.2.2014 Eltern von Kindern mit Behinderung freuen sich über Meldungen, dass eine Einigung von Land und Kommunen im Konnexitätsstreit um die inklusive Bildung unmittelbar bevorsteht. Die Kölnische Rundschau berichtet heute über Ergebnisse eines noch nicht veröffentlichten Gutachtens von Prof. Klaus Klemm, das Land und Kommunen im Dezember gemeinsam in Auftrag gegeben hatten.

Offenbar lässt dieses Gutachten gründlich die Luft aus den übertriebenen Kostenschätzungen früherer Gutachten, nach denen allein die Stadt Essen einen zusätzlichen Finanzbedarf von 40 Milllionen Euro in den kommenden fünf Jahren reklamiert hatte. Nach den Kalkulationen von Gutachter Klemm scheint davon nur ein Bruchteil übrig zu bleiben.

Zudem stellt das neue Gutachten offenbar klar, dass in den Kassen der kommunalen Familie bereits hohe Millionenbeträge für die Bildung von Kindern mit Behinderung enthalten sind, die im Zuge der Inklusion sukzessive aus den Förderschulen in die inklusiven Schulen umgeschichtet werden müssen.

Erst auf dieser Basis sei es Aufgabe des Landes, den Kommunen im Rahmen der Konnexitätsverpflichtung darüber hinaus gehende zusätzliche Kosten zu erstatten.

Der Elternverein mittendrin e.V. appelliert nun dringend an die Verantwortlichen in Land und Kommunen, die Ergebnisse des Gutachtens zu akzeptieren und ihren Kostenstreit beizulegen. Weiterlesen »

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