Pressemitteilung: Sonderschulmoratorium verhindert Doppelbesetzung beim Gemeinsamen Lernen

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Pressemitteilung

Sonderschulmoratorium verhindert Doppelbesetzung beim Gemeinsamen Lernen

Bereits am ersten Tag der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP haben die beteiligten Parteien verkündet, dass alle Sonderschulen in NRW erhalten bleiben sollen. Dies gelte auch für Sonderschulen, die lt. Schulministerium bereits als auslaufend gelten, da ihre Mindestschülerzahl nicht erreicht wird. Dieses sogenannte Moratorium wird die Bildungsqualität für Kinder und Jugendliche mit Behinderung nicht verbessern, sondern verschlechtern: Einerseits wird der Mangel an Sonderpädagogen in der „Inklusion“ verschärft. Andererseits werden im Sonderschulbereich Zwergschulen mit zweifelhafter Unterrichtsqualität erhalten.

Jedes Kind und jeder Jugendliche hat einen bundes- und landesgesetzlich gesicherten Rechtsanspruch auf inklusive Bildung. Das heißt, dass jede Schülerin bzw. jeder Schüler seine bzw. ihre individuelle Förderung im Rahmen der Allgemeinen Schule erhält – nicht nur Kinder mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen, sondern ALLE! So sieht es richtigerweise das Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Weiterlesen »

Presseerklärung der LAG BW GLGL zum Film "Ich.Du.Inklusion"

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FILM TAUGT NICHT FÜR PAUSCHALKRITIK AN INKLUSION

PRESSEERKLÄRUNG zum Film: Ich.Du.Inklusion - ab 4.5. in den Kinos

Unser Projektteam "Inklusionsbeobachtung und -beratung in Baden-Württemberg" hat den Film gesehen und schreibt dazu folgendes:

"Eine lebendige Dokumentation aus einer lebendigen Klasse in NRW. Viele klagende Erwachsene. Eine tolle Klasse, die viel von Vielfalt und Inklusion verstanden hat. Kinder, die zusammenhalten und zu Freunden geworden sind. Ein Film, der wenig vom inklusiven Unterricht zeigt und schon ein besonderes Setting ausgesucht hat.

Es wurde in einer Klasse gedreht, in der von 21 Kindern 7 Förderbedarf haben, festgestellt oder auch nicht, deshalb auch nur bedingt bei den sonderpädagogischen Ressourcen berücksichtigt wurden. Auch der Einsatz der immerhin drei Integrationshilfen bleibt schwammig. Für die engagierten Lehrer ist das Setting unbefriedigend, für Direktor und Eltern auch. Die Kinder aber leben Inklusion, weil sie jeden Tag das erleben, was sie im Film auch singen: "Ich bin anders. Du auch." Sie werden Freunde, unterstützen sich, sind einander Vorbilder, auch mal genervt voneinander und ehrlich traurig, als ein Schüler, den die Lehrer besonders schwierig finden, die Klasse verlässt.

Inklusion? In vielen Ländern der Welt wäre das eine "ganz normale Klasse", eben mit Kindern, die viel lernen, und mit Kindern, die sich schwer tun oder vom Verhalten her auffällig sind. Freilich keine Klasse, die ein Lehrer alleine bewältigen kann. Weiterlesen »

Pressemitteilung zum Dokumentarfilm ICH.DU.INKLUSION.

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mittendrin e.V. PRESSEMITTEILUNG

Niemand sollte den Film "ICH.DU.INKLUSION." zum Anlass nehmen, den Aufbau inklusiver Bildung stoppen, verlangsamen oder komplett in Frage stellen zu wollen. Gemeinsame Erklärung mit dem Regisseur Thomas Binn

Am 4. Mai startet bundesweit in den Kinos der Dokumentarfilm ICH.DU.INKLUSION. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft. Der Film zeigt den Alltag einer Grundschulklasse von Kindern mit und ohne Behinderung im nordrhein-westfälischen Uedem. In NRW gilt seit dem Schuljahr 2014/15 für Kinder mit Behinderung ein Rechtsanspruch auf inklusive Schule. Dies hat im Land zu einem erbitterten schulpolitischen Streit geführt. Lehrer beklagen dass es nicht genug Personal für inklusive Schulen gibt. Nicht selten kippt in der Debatte aber die berechtigte Forderung nach ausreichend Personal in eine Haltung, Inklusion „gehe“ so nicht und müsse gestoppt oder verlangsamt werden. In diese Richtung argumentieren auch die Oppositionsparteien im laufenden Landtagswahlkampf. Sie ignorieren dabei, dass Inklusion in Nordrhein-Westfalen zwar vielerorts noch nicht gelingt, aber unter den gleichen Rahmenbedingungen in vielen anderen Schulen schon gut gelingt. Dass der Kinostart des Films mitten in die heiße Wahlkampfphase in Nordrhein-Westfalen fällt, birgt die Gefahr, dass er parteipolitisch missbraucht wird. Weiterlesen »

heute Landgericht Köln: Schadenersatz für Sonderbeschulung?

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PRESSEMITTEILUNG

Zerstörte Bildungsbiografie Ehemaliger Sonderschüler verklagt Land NRW

Heute beginnt vor dem Landgericht Köln der Schadenersatz-Prozess von Nenad M. gegen das Land NRW. Der junge Mann, der heute auf dem Weg zum Realschulabschluss ist, hat mehr als 10 Jahre lang bis kurz vor seinem 18. Geburtstag die Sonderschule „Geistige Entwicklung“ besucht – gegen seinen Willen.

Obwohl Nenad schon früh begann, seine Lehrer um einen Wechsel auf eine andere Schule zu bitten, bescheinigte auch die Kölner Sonderschule jedes Jahr wieder, Nenad habe eine geistige Behinderung und müsse auf der Sonderschule bleiben. Dabei hatten sie selbst erkannt, dass bei Nenad M. keine geistige Behinderung vorliegt. Die Beschulung auf der Sonderschule „geistige Entwicklung“ wurde in den Förderplänen mit fehlender Disziplin und sozialen Schwierigkeiten begründet.

Damit haben die zuständigen Sonderpädagogen, die Sonderschule und letztlich auch die Schulaufsicht fortgesetzt gegen nordrhein-westfälisches Schulrecht verstoßen. Dieses sieht mit gutem Grund ein aufwändiges Gutachterverfahren vor, wenn Schüler mit reduziertem Lernstoff unterrichtet werden sollen, oder sogar von den allgemeinen Schulen auf Sonderschulen verwiesen werden. Denn diese Entscheidungen haben dauerhaft weitreichende negative Folgen für den Bildungsabschluss der jungen Menschen und damit für die Chancen im Berufsleben.

Die nordrhein-westfälischen Elternvereine für Gemeinsames Lernen hoffen nun auf das Landgericht Köln. Aus der Schulakte von Nenad M. Weiterlesen »

Offener Brief an Armin Laschet und Christian Lindner verurteilt Anti-Inklusions-Polemik

Karikatur

mittendrin e.V.

PRESSEMITTEILUNG

Anlage: Karikatur, Copyright Silvio Neuendorf, Abdruck frei

Eltern wehren sich gegen Wahlkampfhetze

Offener Brief an Armin Laschet und Christian Lindner verurteilt Anti-Inklusions-Polemik

Auch LAG Selbsthilfe schließt sich an

Immer mehr Eltern in Nordrhein-Westfalen wehren sich gegen die Anti-Inklusions-Polemik. Mit den neu dazu gekommenen Vereinen Bielefelder Familien für Inklusion, der Initiative gemeinsam leben & lernen e.V. Neuss und der AEbK, Arbeitsgemeinschaft der Eltern blinder und sehbehinderter Kinder in Westfalen-Lippe e. V. wenden sich inzwischen 21 Elternvereine in einem Offenen Brief an die Spitzenkandidaten von CDU und FDP für die Landtagswahl. Auch der geschäftsführende Vorstand der LAG Selbsthilfe NRW hat sich der Kritik angeschlossen.

Die Eltern werfen Armin Laschet und Christian Lindner vor, das Thema Inklusion für ihren Wahlkampf zu instrumentalisieren und sich dabei bedenkenlos einer hinterhältigen Polemik zu bedienen. Mit Bildern wie "Inklusion mit der Brechstange", "Förderschulen werden zerschlagen" und "an die Wand gefahren" werde letztlich Stimmung gegen Kinder und Jugendliche mit Behinderung gemacht:

Beispiele:
https://goo.gl/d9YZTp
https://goo.gl/Ui3Sp3

Die Eltern fordern Laschet und Lindner auf, statt zu hetzen, konstruktive Vorschläge für eine gelingende Umsetzung der Inklusion in den Schulen zu machen.

Offener Brief

Inklusion hat viele falsche Freunde
Sehr geehrter Herr Laschet, sehr geehrter Herr Lindner, Weiterlesen »

KINDER ZU UNRECHT IN SONDERSCHULEN?

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PRESSEMITTEILUNG
VON
GEMEINSAM LEBEN - GEMEINSAM LERNEN NRW

KINDER ZU UNRECHT IN SONDERSCHULEN?

ELTERNVERBAND FORDERT ÜBERPRÜFUNG ALLER SONDERSCHULEN

12.12.2016 Der Elternverband Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen NRW fordert, alle Sonderschulen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung mit Hilfe einer Sonderkommission zu überprüfen. Der Verband wird von Schulministerin Sylvia Löhrmann beim Verbändegespräch des MSW am Dienstag, dem 13.12.2016 verlangen, dass eine solche „Soko Sonderschule“ bei sämtlichen Schülerinnen und Schülern der Sonderschulen überprüft, ob sie tatsächlich eine Behinderung haben.

Dass in Nordrhein-Westfalen Kinder und Jugendliche mit falschen Diagnosen in Sonderschulen feststecken, hat im Oktober der WDR anhand eines dramatischen Falles aufgedeckt. Der Schüler Nenad M. wurde vor allem wegen fehlender Sprachkenntnisse bei seiner Einschulung fälschlicherweise als geistig behindert eingestuft. Obwohl solche „Förderbedarfe“ laut Rechtslage jedes Jahr überprüft werden müssen, blieb er letztlich insgesamt 11 Jahre in Schulen für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung gefangen. Erst mit Hilfe eines Elternvereins konnte er schließlich kurz vor dem Ende seiner Schulpflicht auf ein Berufskolleg wechseln, wo er inzwischen den Realschulabschluss anstrebt. Nenad M. hat inzwischen das Land NRW auf Schadenersatz verklagt.

Nach der Ausstrahlung des WDR-Films haben sich bei den Elternvereinen zahlreiche weitere Betroffene gemeldet, denen aufgrund falscher Diagnosen der Wechsel an eine allgemeine Schule jahrelang verweigert wurde. Weiterlesen »

OGS Begleitung im Rahmen inklusiver Bildung rechtskräftig bestätigt!

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Wir stellen Ihnen hiermit ein positives rechtskräftiges Urteil zur Ganztagsbetreuung durch einen Integrationshelfer zur Verfügung.

Ein Meilenstein auf dem Weg zu inklusiver Bildung!

Wir danken herzlich der Familie, die diesen Weg beschritten hat, der nun zu diesem überaus ermutigenden und zielführenden Ergebnis geführt hat!

Das Urteil stellen wir hier zum Download zur Verfügung.

Quelle: Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Bonn e.V.

Kommentar zum WDR-Film – „Für dumm erklärt – Nenads zweite Chance“

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Von Magda von Garrel

Der vom WDR kürzlich ausgestrahlte Film „Für dumm erklärt – Nenads zweite Chance“ hat hohe Wellen geschlagen – und das ist gut so! Immerhin ist auf diese Weise das sonst kaum beachtete deutsche Förderschulwesen ganz unerwartet in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Eine andere Frage ist, ob die auf den Film bezogenen Schlussfolgerungen Hand und Fuß haben oder (wieder einmal) am Kern der Sache vorbeigehen.

Den ganzen Artikel lesen sie im unten angegeben Link.

Magda von Garrel ist Sonderpädagogin (Fachbereiche: Sprachbehinderungen und Verhaltensstörungen) sowie Diplom-Politologin und war als Integrationslehrerin an Grund-, Haupt-, Sonder- und Berufsschulen tätig.

Sonderschüler verklagt NRW/ Elternvereine sagen: kein Einzelfall

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mittendrin e.V.

PRESSEMITTEILUNG

Sonderschüler wider Willen verklagt NRW

Elternvereine: Nenad ist kein Einzelfall

Nenads Geschichte mutet unglaublich an: 11 Jahre lernt der Junge auf Schulen für geistig Behinderte - obwohl er durchschnittlich begabt ist. Jahrelang bittet er seine Lehrer immer wieder, auf eine normale Schule wechseln zu dürfen. Vergeblich. Erst kurz vor seinem 18. Geburtstag gelingt es mit Hilfe von Externen, auf eIne Schule zu wechseln, auf der ein Schulabschluss möglich ist. Jetzt verklagt Nenad das Land NRW.

Für dumm erklärt. Nenads zweite Chance WDR Fernsehen, 20.10. 2016 22.40 bis 23.25

http://www1.wdr.de/fernsehen/menschen-hautnah/sendungen/fuer-dumm-erklaert-100.html

Ein besonders dramatischer Fall, aber kein Einzelfall - das sagen die NRW-Elternvereine für inklusive Bildung. Sie werfen dem Sonderschulsystem vor, bei der Rückführung der SchülerInnen in allgemeine Schulen zu versagen:

Erklärung der Elternvereine zum WDR-Film „Für dumm erklärt“, 20.10.2016

Wir Elternvereine in Nordrhein-Westfalen danken dem Westdeutschen Rundfunk, dass er mit dem Film „Für dumm erklärt“ das Schicksal all jener Kinder und Jugendlichen thematisiert, die aufgrund zweifelhafter Diagnosen mit dem Etikett „behindert“ versehen und in Sonderschulen beschult werden.

Der Fall des heute 19jährigen Nenad, der trotz normaler Begabung elf Jahre an Sonderschulen für Kinder mit geistiger Behinderung festgehalten wurde, ist ein besonders dramatischer Fall, aber nach der Erfahrung der Elternvereine kein Einzelfall. Weiterlesen »

Kosten für Gebärdendolmetscher an Schulen

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Die Übernahme der Kosten für Gebärdendolmetscher an Schulen ist geregelt. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung hat am 27.09.2016 ein Merkblatt zum Einsatz von Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern an Schulen gemäß § 42 Abs. 4 und § 100 Abs. 3 SchulG sowie einen entsprechenden Erlass an die Bezirksregierungen versandt. Download unten als Anlage.

Das Inklusionsstärkungsgesetz vom 14. Juni 2016 hat die Ansprüche von Eltern mit Hör- oder Sprachbeeinträchtigungen auf Kommunikationsunterstützung in der Schule neu geregelt, bisher gab es jedoch Unklarheiten bei der Finanzierung.

Die Informationen erhalten Sie unter untenstehenden Link im Bildungsportal des MSW.

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